Die Internationale Raumstation ist das größte Objekt, das je in den Weltraum befördert wurde. Nachts kann man sie problemlos von der Erde aus sehen, während sie in 400 Kilometern Höhe über unsere Köpfe fliegt. Am Bau der Raumstation haben viele Länder zusammengearbeitet. Die USA, Russland, Japan, Kanada und Europa haben dafür das größte Team in der Geschichte der Wissenschaft gebildet. Europas größtes ISS-Projekt ist das Forschungslabor Columbus, mit dem Wissenschaftler Versuche unter Bedingungen der Schwerelosigkeit ausführen lassen können. Eine Vielzahl unterschiedlicher Experimente kann innerhalb und außerhalb dieses Weltraumlabors vorgenommen werden. Von europäischer Seite sorgten fünf Flüge des Raumtransporters ATV von 2008 bis 2014 für den Nachschub mit Astronautenbedarf, Experimenten, Ersatzteilen und Treibstoff. Die Versorgung der ISS auf westlicher Seite wird heute weitgehend von kommerziellen Firmen wie SpaceX und Orbital durchgeführt. Die Dragon-Kapsel des Unternehmens SpaceX transportiert seit 2020 auch die Besatzungen zur ISS und zurück. Auf russischer Seite fliegen nach wie vor der Progress Frachter sowie Sojus für den Crew-Transport. Bislang sind etwa 4.000 Experimente auf der ISS durchgeführt worden.
400 km
20. Nov 1998
Expedition 40/41 Blue Dot, 28. Mai bis 9. November 2014
Expedition 56/57 Horizons, 6. Juni bis 20. Dezember 2018
bis mindestens 2030
7,71 km/s
Dr. Alexander Gerst auf die Frage, wie man auf der ISS in der Schwerelosigkeit schläft: „Man hat einen Schlafsack, in dem man sich festschnallen kann, damit man nicht mit dem Kopf in der Ecke aufwacht. Man würde sonst tatsächlich einfach so herumschweben.“